Tschüss Blähbauch
Viele Menschen kennen das Gefühl: Nach einer Mahlzeit spannt der Bauch, es rumort – und manchmal wird es sogar unangenehm schmerzhaft. Solche Verdauungsprobleme treten häufig auf, wenn der Darm übermässig viel Gas bildet. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen lassen sich Blähungen mit ein paar simplen Änderungen im Alltag vermeiden.
Warum bläht sich der Bauch?
Blähungen entstehen, wenn sich Gase im Verdauungstrakt ansammeln. Oft gelangt Luft beim schnellen Essen oder vielen Sprechen in den Magen – oder bestimmte Nahrungsmittel führen dazu, dass Darmbakterien besonders viel Gas freisetzen. Die Folge: ein unangenehm aufgeblähtes Gefühl bis hin zu schmerzhaften Krämpfen.
Diese Lebensmittel fördern Blähungen
Einige Nahrungsmittel führen im Verdauungstrakt verstärkt zur Gasbildung. Wer häufig unter einem Blähbauch leidet, sollte folgende Produkte nur in Massen oder gar nicht konsumieren:
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Rohes oder stark gewürztes Gemüse wie Zwiebeln, Knoblauch, Lauch oder Kohl
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Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen und Bohnen
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Milchprodukte mit hohem Fettgehalt, insbesondere Vollmilch und Blauschimmelkäse
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Stark verarbeitete Lebensmittel wie Fast Food oder Fertiggerichte
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Frisch gebackenes Vollkornbrot und ballaststoffreiches Müsli
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Kaffee, Bier und andere kohlensäurehaltige Getränke
Diese Nahrungsmittel sind zwar nicht grundsätzlich ungesund, können aber bei empfindlichen Personen zu unangenehmer Gasbildung führen.
Diese Speisen sind besser verträglich
Nicht alle Lebensmittel führen zu Problemen – im Gegenteil: Einige Zutaten unterstützen sogar eine ruhige Verdauung. Hier eine Auswahl an gut verträglichen Alternativen:
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Gekochte oder gedämpfte Gemüsesorten wie Karotten, Zucchini oder Tomaten
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Gekochte Kartoffeln, Reis und Teigwaren
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Reifes Obst wie Bananen, Äpfel und Birnen
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Leicht verdauliche Proteinquellen wie mageres Fleisch, fettarme Wurst und Käse
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Altbackenes Brot und gut bekömmliche Getreideprodukte
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Pflanzliche Kräuter, Honig oder milde Fruchtaufstriche
Entscheidend ist auch die Zubereitungsart: Schonend gekochte und fettarme Mahlzeiten werden vom Körper meist besser verwertet.
Wie man richtig isst – nicht nur was
Nicht nur die Auswahl der Lebensmittel zählt – auch das Essverhalten spielt eine grosse Rolle:
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In Ruhe essen und gut kauen hilft, den Verdauungsprozess zu unterstützen
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Auf zu grosses Reden während des Essens verzichten, um weniger Luft zu schlucken
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Mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt essen
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Ausreichend Wasser trinken (stilles Wasser, keine Limonaden)
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Nach dem Essen ein kleiner Spaziergang statt sofort auf die Couch – Bewegung regt die Verdauung an
Hausmittel, die helfen können
Wer gelegentlich trotzdem mit einem Blähbauch kämpft, kann auf natürliche Mittel zurückgreifen:
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Ein Glas lauwarmes Wasser mit einem Schuss Apfelessig kann die Verdauung in Schwung bringen
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Verdauungsfördernde Kräuter wie Fenchel, Kümmel oder Ingwer als Tee oder Gewürz verwenden
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Eine Wärmflasche oder ein warmes Kirschkernkissen beruhigt den Magen-Darm-Bereich
Fazit: Auf den Bauch hören lohnt sich
Ein aufgeblähter Bauch ist unangenehm, aber oft vermeidbar. Wer auf bestimmte Nahrungsmittel achtet, langsam isst und kleine Bewegungseinheiten einplant, kann seine Verdauung spürbar entlasten. Nicht immer braucht es grosse Veränderungen – schon kleine Anpassungen im Alltag können viel bewirken.
«Ich berate Sie gerne kompetent in all Ihren Fragen.»
Roger Wanner, Arzt
Geschrieben am 27.06.2025