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Blähungen

Viele Menschen werden von Blähungen geplagt. "Du siehst aus wie schwanger im 8. Monat!". Aber nicht nur Frauen, auch Männer leiden unter einem Blähbauch. Die Ursachen sind vielseitig. Blähungen sind an und für sich keine Krankheit, aber es gibt einige Krankheiten, die das Auftreten eines Blähbauchs begünstigen.

Blähungen gehören zu den häufigsten Symptome. Sie sind häufig Ausdruck zu vieler Luft in unserem Verdauungstrakt. Die Luft kann einerseit durch den Konsum von Kohlesäure-haltigen Getränken, aber auch durch vermehrtes Schlucken von Luft in den Magen gelangen, zum Beispiel wenn man sehr schnell isst, oder dauernd Kaugummis isst. Auch blähende Nahrungsmittel fördern die Gasbildung. In welchem Ausmass dabei Gas entsteht, ist aber auch abhängig von der Zusammensetzung der Bakterien in unserem Verdauungstrakt, dem sogenannten Mikrobiom. Haben wir viele Gasbildende Bakterien, ist unser Bauch häufiger aufgebläht.

Blähungen sind keine Krankheit, wenn sie aber oft und ausgeprägt auftreten, oder Schmerzen verursachen, dann lohnt sich eine Abklärung. In vielen Fällen findet sich jedoch keine organische Ursache, sodass von sogenannten funktionellen Beschwerden gesprochen wird. Deren Ursachen sind bis heute nicht vollständig geklärt. Man vermutet Motilitätsstörungen, Veränderungen des Mikrobioms, oder auch Sensibilitätsstörungen der Darmnerven, welche zu einer Überempfindlichkeit der Darmnerven gegenüber mechanischen und chemische Reize führen können.

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Roger Wanner, Arzt

Untersuchungsmethoden

Was tun bei Blähungen?

Viele verschiedene Hausmittel helfen gegen Blähungen:  Kräuter-Tees und Pastillen mit Pfefferminz, Anis, Kümmel oder Fenchel helfen gegen Blähungen. Ihre Inhaltsstoffe wirken entblähend und krampflösend.

Besteht eine Lebensmittelintoleranz, müssen die entsprechenden Lebensmittel gemieden werden: Sehr oft findet sich eine Laktoseintoleranz. Diese ist nicht gefährlich, aber sehr mühsam. Ob Sie an einer Laktose-Intoleranz leiden, könne Sie ganz einfach selber feststellen: verzichten Sie während einer Woche auf alle Milchprodukte (kein Käse, keine Milch, kein Joghurt etc), und trinken Sie danach ein Glas Milch. So sehen Sie, welche Beschwerden direkt mit dem Konsum von Milch, resp. Laktose zusammenhängen, oder eben nicht.

Funktionelle Ursachen für die Blähungen müssen gesamtheitlich  betrachtet werden. Die Ernährung, die Verdauung, die Psyche und Stress aber auch das Mikrobiom spielen eine wichtige Rolle, wenn eine Therapie gelingen soll.

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Häufige Fragen

Was Sie über Blähungen wissen sollten

Was sind Blähungen?

Bei Blähungen fühlt sich der Bauch voll und unwohl an. Blähungen sind sehr häufig, und Sie können einige Sachen selber probieren. Wenn die Blähungen aber stark sind und regelmässig auftreten, lohnt sich eine spezialärztliche Abklärung.

Ihr Bauch fühlt sich voll an oder ist grösser ist als sonst.
Sie haben Schmerzen oder Unwohlsein im Bauch.
Ihr Bauch grummelt oder macht laute Geräusche.
Sie mehr "furzen" mehr als sonst.

Was sind die Ursachen für Blähungen?

Die häufigste Ursache für Blähungen ist zuviel Gas im Darm. Dieses wird meistens durch Bakterien produziert, welche (zu viel) Zucker verstoffwechseln.

Dies kann durch bestimmte Lebensmittel und Getränke verursacht werden, z. B. durch  rohes Gemüse und kohlensäurehaltige Getränke, oder durch das Schlucken von Luft beim Essen.

Es kann auch durch ein Problem mit der Verdauung verursacht werden, wie Verstopfung, eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, Zöliakie (Gluten- resp. Weizenunverträglichkeit), Reizdarmsyndrom (IBS) oder eine bakterielle Fehlbesiedelung des Dünndarms.
Eine der häufigsten Ursache ist die Laktose-Intoleranz.

Was kann ich selber gegen Blähungen tun?

Das hilft gegen Blähungen:

  • treiben Sie regelmäßig Sport, um Ihre Verdauung zu verbessern und Blähungen vorzubeugen - Bewegung kann auch helfen, wenn Sie sich aufgebläht fühlen
  • kauen Sie mit geschlossenem Mund, um das Schlucken von Luft zu vermeiden
  • Trinken Sie viel Wasser ohne Kohlensäure
  • bei Verstopfung ballaststoffreiche Lebensmittel essen
  • essen Sie kleinere, häufigere Mahlzeiten statt großer Mahlzeiten
  • massieren Sie Ihren Bauch von rechts nach links, um eingeschlossene Luft zu lösen.

Was sollte ich bei Blähungen vermeiden?

Verzichten Sie auf kohlensäurehaltige Getränke, Alkohol oder Koffein in Kaffee und Tee.

Essen Sie nicht viele Lebensmittel, die bekanntermaßen Blähungen verursachen, wie Kohl, Bohnen Zwiebeln oder Linsen.

Vermeiden Sie grosse Mahlzeiten am späten Abend vor dem Schlafengehen.

Essen Sie nicht viele verarbeitete, zuckerhaltige, würzige oder fettige Lebensmittel.

Essen Sie keine Lebensmittel, die Sie nicht vertragen, wenn Sie eine Lebensmittelunverträglichkeit haben (zB Laktose-haltige Produkte).

Wann muss ich zum Arzt gehen wegen der Blähungen?

Wenn Sie über längere Zeit Blähungen haben und durch diese gestört sind, sollten Sie Ihren Hausarzt oder einen Spezialisten aufsuchen:

  • Sie sich seit 3 Wochen oder länger aufgebläht fühlen
  • Sie fühlen sich regelmäßig aufgebläht (mehr als 12 Mal pro Monat)
  • Sie haben versucht, Ihre Ernährung umzustellen, fühlen sich aber weiterhin aufgebläht
  • Sie haben eine Schwellung oder einen Klumpen im Bauch
  • Sie haben Blähungen zusammen mit Übelkeit, Durchfall, Verstopfung, Gewichtsverlust oder Blut im Stuhlgang
  • Es Ihnen schwerfällt, sich zu bewegen oder alltägliche Aktivitäten auszuführen, weil Sie aufgebläht sind

 

Welche Abklärungen sind sinnvoll?

Da die Ursachen für Blähungen ganz verschieden sein können, benötigt eine sorgfältige Abklärung verschiedene Schritte.  Zu Beginn der Abklärung steht ein ausführliches Gespräch. In der Regel führen wir auch eine Ultraschalluntersuchung des Bauches sowie eine Blutuntersuchung durch. Mithilfe dieser Erkenntnisse entscheiden wir uns für die weiteren Untersuchungen: vielleicht ist eine Magenspiegelung notwendig, manchmal auch eine Darmspiegelung.

Was lindert Blähungen?

Was langfristig Linderung bringt, hängt von der Ursache Ihrer Beschwerden ab. Vielleicht brauchen Sie eine professionelle Diagnose, um der Sache auf den Grund zu gehen. Aber wenn Sie nach Hausmitteln suchen, um Ihren Magen heute zu entblähen oder Blähungen morgen zu vermeiden, gibt es einige Dinge, die Sie ausprobieren können.

  • Kräutertees, darunter Pfefferminze, Kamille, Ingwer, Kurkuma und Fenchel, können die Verdauung anregen und Blähungen abbauen.
  • Pfefferminzölkapseln sind ein natürliches Antispasmodikum. Das heißt, sie helfen, die Darmmuskulatur zu entspannen. Dies kann Ihnen helfen, festsitzenden Kot und Blähungen loszuwerden, insbesondere wenn Ihre Probleme auf ein Motilitätsproblem zurückzuführen sind.
  • Antazida lindern Entzündungen im Verdauungstrakt und erleichtern das Abführen von Blähungen.
  • Magnesiumpräparate helfen, die Magensäure zu neutralisieren und die Darmmuskulatur zu entspannen. Magnesium hat eine natürliche abführende Wirkung, die von Zeit zu Zeit hilfreich sein kann, bei zu häufigem Gebrauch aber zur Gewohnheit werden kann.
  • Probiotika können helfen, Ihre Darmbakterien zu ergänzen oder wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Einige helfen Ihnen, Ihre Nahrung besser zu verdauen, und andere können sogar helfen, überschüssige Gase zu absorbieren. Möglicherweise müssen Sie sie einige Tage oder Wochen lang konsequent einnehmen, um wirklich einen Unterschied zu bemerken.
  • Flohsamenschalen sind ein beliebtes Ballaststoffpräparat, das Ihnen helfen kann, regelmäßiger zu stuhlen. Führen Sie Ballaststoffpräparate immer schrittweise und mit viel Wasser ein.